Noch nie so viele Milchkühe unter Leistungsprüfung


Einen weiteren Anstieg der Kuhzahl um knapp 2.000 auf 132.700 Kontrollkühe und einen Rückgang von rund 100 Betrieben zeigt der aktuelle Jahresabschluss der Milchleistungsprüfung in Oberösterreich. Die Durchschnittskuhzahl hat sich um 1,5 auf 35,5 Kühe erhöht.

  

Leistung und Tiergesundheit bleiben konstant

Die Milchmenge und der Milchfettgehalt blieben gegenüber dem Vorjahr v.a. aufgrund der ausreichenden Grundfutterversorgung und dem teuren Kraftfutter weitgehend konstant. Der Milcheiweißgehalt und der Milchharnstoffgehalt sind leicht gesunken, die Zellzahl ist leicht gestiegen. Die Fruchtbarkeitsparameter wie Besamungsindex und Zwischenkalbezeit haben sich erfreulicherweise verbessert, die Stoffwechselsituation bleibt stabil.

 

Neuerungen im Ablauf vor Ort

Mitte des Jahres wurden neue und flexiblere Möglichkeiten in der Berichtszustellung bei Zuchtbuchauszug, Zwischenbericht und Tierliste geschaffen. Dadurch kann individueller auf die Bedürfnisse der Mitglieder eingegangen und Papier gespart werden.

 

Im Herbst hat der Funktionärsausschuss Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter bei der Anmeldung zum Betriebsbesuch und bei der Nachtarbeit beschlossen. Die Details werden derzeit im Rahmen eines Fachgesprächs kommuniziert.

 

Datenerfassung und EDV-Produkte sind am Puls der Zeit

Die Datenerfassung vor Ort erfolgt durch die Software App4LKV auf modernen und robusten Smartphones. Seit einem Jahr werden die Milchproben mittels Scanner direkt im Stall der jeweiligen Kuh zugeordnet. Mehr als die Hälfte der Mitglieder nutzen die RDV-Mobil App zur Unterstützung des Herdenmanagements, im Herbst wurde die Funktion „Push Nachrichten“ und die Erfassung von tierärztlichen Besamungen durch den Landwirt als neues Service eingeführt.  Anfang nächsten Jahres wird im RDV-Portal ein neues Modul zur elektronischen Verwaltung der Zustimmungserklärungen in Betrieb gehen.

 

 

Bei den Melkroboterbetrieben erfolgt die Probenahme zukünftig mit dem Universalgerät „ORI-Collector“, die Umstellung ist derzeit im Laufen. Mit den namhaften Herstellerfirmen wird intensiv an der Vernetzung und am automatisierten Datenaustausch gearbeitet. Die neu errichtete Herdenmanagementschnittstelle mit der Firma Lely wurde im Rahmen der heurigen Agraria in Wels mit dem Innovationspreis Agrarfuchs in Silber ausgezeichnet.